Laboruntersuchung bei Prostatakarzinomen

08.08.2008

Laboruntersuchungen ergänzen die übrigen Untersuchungsmöglichkeiten in der Diagnostik eines Prostatakarzinoms. Die wichtigste ist die Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA), das bei Vorliegen eines Prostatakarzinoms, aber auch bei anderen Erkrankungen der Prostata erhöht ist. Im Kapitel "Der Marker PSA" wird hierauf genauer eingegangen.

Hinzuzufügen wäre noch, dass die PSA-Bestimmung nicht nur bei der Erstdiagnose, sondern auch zur Therapiekontrolle nach erfolgter Behandlung eine wichtige Rolle spielt. Die regelmäßige Messung ist routinemäßiger Bestandteil der Nachsorge. Eine Erhöhung des PSA-Werts ist häufig der erste Hinweis auf ein erneutes Tumorwachstum (Rezidiv) und ist in manchen Kliniken bereits Anlass, wieder mit der Therapie zu beginnen.

 

Alkalische Phosphatase

Eine Erhöhung der Kalziumkonzentrationen im Blut kann auf das Vorliegen von Knochenmetastasen hinweisen, weil durch den tumorbedingten Knochenabbau vermehrt Kalzium aus dem Knochen freigesetzt werden kann. Allerdings gilt dies vor allem für osteolytische Metastasen, die beim Prostatakarzinom kaum vorkommen. Für die hier vorherrschenden osteoblastischen Metastasen ist die Neubildung von Knochengewebe charakteristisch. Sie geht mit einer Erhöhung der Konzentrationen des Enzyms alkalische Phosphatase (AP) im Blut einher. Die Messung des AP-Wertes gehört daher ebenfalls zur Standardüberwachung von Patienten mit Prostatakarzinom.

Autor: BSMO Redaktion
Stand: 08-08-2008

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