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Beschwerden und Symptome bei Prostatakrebs

10.02.2010

Warnzeichen, die auf eine Prostatakrebs-Erkrankung im Frühstadium hinweisen, gibt es nicht. Symptome treten erst bei weiter fortgeschrittenen Tumoren auf, weisen aber auch dann nicht eindeutig auf Prostatakrebs hin.

Prostatakrebs SymptomeIm Frühstadium der Erkrankung verursacht Prostatakrebs in der Regel keine Beschwerden. Die Krankheit wird in dieser Krankheitsphase daher zumeist nur durch Vorsorgeuntersuchungen oder zufällig bei der Untersuchung eines anderen medizinischen Problems entdeckt.

 

Prostatakrebs-Symptome treten erst spät auf

Treten bei Prostatakrebs Symptome auf, bedeutet das in der Regel, dass die Krankheit ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. Der Tumor ist dann so groß, dass er die Harnröhre einengt oder verlegt, die zum Teil innerhalb der Prostata verläuft. Ebenso können die Beschwerden darauf zurückgehen, dass der Prostatakrebs in benachbarte Gewebe einwächst oder bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) abgesiedelt hat, beispielsweise in Lymphknoten oder Knochen.

Die wahrgenommenen Beschwerden können jedoch auch auf eine gutartige Erkrankung hinweisen. Von Prostataveränderungen ausgelöste Schwierigkeiten beim Wasserlassen gehen beispielsweise in 90 % der Fälle auf eine gutartige Prostatavergrößerung (Benigne Prostata-Hyperplasie, BPH) zurück. Nur bei 10 % der Betroffenen findet sich Prostatakrebs. Ohne zielgerichtete Untersuchungen kann deshalb nicht beurteilt werden, ob tatsächlich Prostatakrebs vorliegt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie einen Urologen aufsuchen, wenn Sie eine oder mehrere der nachfolgend aufgeführten Beschwerden bei sich feststellen.

 

Typische Symptome bei fortgeschrittenem Prostatakrebs

Neben Schmerzen in der Prostata können im fortgeschrittenen Stadium folgende Beschwerden auftreten:

1. Wenn der Tumor die Harnröhre verlegt oder von außen zusammendrückt:

  • Unfähigkeit zu Urinieren (Harnverhalt)
  • Schwierigkeiten zu Beginn des Urinierens
  • Schwacher oder unterbrochener Harnfluss

2. Wenn der Tumor den Samenleiter verlegt oder zusammengedrückt bzw. den Abfluss von Prostatasekret verhindert:

  • Schmerzhafte Ejakulation
  • Verminderter Samenerguss

3. Wenn sich die Blase aufgrund des Tumors nicht mehr vollständig oder nur gegen erhöhten Druck entleeren lässt:

  • Vermehrter Harndrang, insbesondere nachts

4. Wenn es zu Blutungen des Tumors kommt:

  • Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit (selten)

5. Wenn es zur Absiedelung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) kommt oder der Tumor auf Nerven drückt:

  • Starke Schmerzen im unteren Rückenbereich (Kreuzgegend), in Becken, Hüften oder Oberschenkeln (Ischiasschmerzen); diese Schmerzen können leicht mit rheumatischen Beschwerden verwechselt werden.
  • Weniger starke Erektion oder Impotenz

Zusätzlich können unter Umständen allgemeine Symptome beobachtet werden, die keinen direkten Bezug zur Prostata haben, aber im Verlauf vieler schwerer Erkrankungen vorkommen:

  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Leistungsabfall und allgemeine Schwäche
  • Konzentrationsschwäche
  • Gewichtsverlust

Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU): Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms. Version 1.00 – September 2009; Deutsche Krebsgesellschaft; Deutsche Krebshilfe; http://www.prostatakrebs-besiegen.de/; http://www.prostatakarzinom.net/; http://www.urologenportal.de (Internet-Seiten: jeweils Stand vom 14.01.2010)
Stand: 14.01.2010
Autor: Jan Groh

Dies ist ein Service von Novartis Oncology
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