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Die richtige Behandlung von Tumorschmerzen

08.08.2008

Schmerzen sind in fortgeschrittenen Stadien einer Tumorerkrankung eines der drängendsten Probleme: Sie belasten den Patienten und beeinflussen die Lebensqualität sehr stark. Die wirksame Bekämpfung von Schmerzen zählt deshalb dann zu den wichtigsten therapeutischen Maßnahmen. Es gibt heute sehr gute Möglichkeiten, die Schmerztherapie individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten abzustimmen.

Die erste Stufe stellen gewöhnliche Schmerzmittel, meist in Form von Tabletten, dar. Es gibt hier verschieden stark wirksame Medikamente, die sich auf das Ausmaß der Schmerzen abstimmen und bei Bedarf auch miteinander kombinieren lassen.

 

Opioide bei starken Schmerzen

Wirken gewöhnliche Schmerzmittel nicht mehr ausreichend, so kann man Opioide einsetzen, Medikamente, die sich vom Morphin ableiten und die wirksamsten Schmerzmittel überhaupt darstellen. Einige von ihnen stehen als Tabletten, aber auch als Pflaster oder Nasenspray zur einfachen Anwendung zur Verfügung.

 

Verschiedene Anwendungsformen können Schmerzen lindern

Sind die Schmerzen so stark, dass diese Anwendungsformen nicht mehr wirken, so kann man Opioide auch über spezielle Systeme direkt an die für die Schmerzen verantwortlichen Nervenleitbahnen im Rückenmark heranbringen. Dafür kann man zum einen in einer kleinen Operation in der Nähe des Rückenmarks einen Katheter einpflanzen, der mit einer automatischen Medikamentenpumpe verbunden ist. Mit dieser Pumpe lässt sich das Opioid in der gewünschten Dosierung kontinuierlich an das Rückenmark heranbringen. Eine andere Möglichkeit ist die Einpflanzung eines Reservoirs, aus dem das Medikament ebenfalls kontinuierlich freigesetzt wird.

 

Kontinuität ist wichtig

Die kontinuierliche, regelmäßige Gabe ist im Übrigen auch bei der Anwendung von Tabletten oder anderen konventionellen Formen entscheidend: Die Schmerzmittel sollen nicht erst dann eingenommen werden, wenn Schmerzen wieder auftreten, sondern regelmäßig in einer ausreichend hohen Dosierung, so dass die Schmerzschwelle dauerhaft unterschritten wird.

 

Bisphosphonate bei Knochenschmerzen

Rühren die Schmerzen von Knochenmetastasen her, so können auch andere Methoden zur Linderung beitragen: etwa Bestrahlung, hochdosiertes Kortison oder Bisphosphonate, die den Knochen stabilisiert und das Wachstum der Metastasen begrenzt (s. Kapitel Knochenmetastasen).

 

Autor: BSMO Redaktion
Stand: 08-08-2008

Dies ist ein Service von Novartis Oncology
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