• Schriftgröße

Moderne Medikamente helfen bei Knochenmetastasen

19.08.2008

Skelettmetastasen verursachen nicht nur Schmerzen, sie bergen auch das Risiko einer Reihe ernster Komplikationen (Knochen- oder Wirbelbrüche, Kompressionen des Rückenmarks etc.). In Fällen, in denen eine akute Bruchgefährdung des Knochens besteht, ist die Stabilisierung mittels Operation meist die Therapie der Wahl.

ModernemedikamenteAnsonsten sprechen die Skelettmetastasen ähnlich wie das Prostatakarzinom selbst recht gut auf therapeutische Maßnahmen wie Bestrahlung oder Hormontherapie an. Diese Therapieformen haben aber Nebenwirkungen, die teilweise den Knochen selbst betreffen:

 

Bestrahlung und Chemotherapie

Die Bestrahlung markhaltiger Knochen kann die im Knochenmark stattfindende Blutbildung beeinträchtigen. Die dadurch verringerte Bildung weißer Blutkörperchen schwächt die Immunabwehr des Körpers und erhöht das Infektionsrisiko. Dies ist besonders dann problematisch, wenn eine Chemotherapie notwendig werden sollte, weil beispielsweise das Prostatakarzinom nicht mehr auf die Hormontherapie anspricht: Die Chemotherapie hemmt ebenfalls die Blutbildung und kann deshalb bei einer Vorschädigung des Knochenmarks durch die Bestrahlung möglicherweise nicht mehr in der erforderlichen Dosierung verabreicht werden.

 

Hormontherapie

Die Unterdrückung der Produktion männlicher Geschlechtshormone ist eine der wichtigsten therapeutischen Maßnahmen beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom. Sie kann in vielen Fällen für lange Zeit das Wachstum von Tumor und auch von Metastasen unterdrücken. Allerdings geht der Entzug der Geschlechtshormone - beim Mann ebenso wie bei der Frau - langfristig mit einer Schwächung der Knochenstruktur, d.h. mit einer Osteoporose einher. Dadurch steigt nachweislich das Risiko, Knochenbrüche (Frakturen) zu erleiden. Eine klinische Studie konnte zeigen, dass dieses erhöhte Frakturrisiko auch mit einer Erhöhung der Sterblichkeit einhergeht.

 

Bisphosphonate sind wirksam

Eine sehr gute Möglichkeit, Komplikationen durch Knochenmetastasen zu reduzieren, ohne das Knochenmark oder die Knochenstabilität zu gefährden, ist die Behandlung mit Bisphosphonaten. Diese Medikamente lagern sich aufgrund ihrer chemischen Struktur auf der Oberfläche der Knochenmatrix ab und verhindern den weiteren Abbau durch aktivierte Osteoklasten. Bisphosphonate haben in vielen Studien gezeigt, dass sie die Häufigkeit von Skelettkomplikationen bei Tumoren mit osteolytischen Metastasen erheblich reduzieren können. Bei osteoblastischen Knochenmetastasen, wie sie beim Prostatakarzinom überwiegen, haben nur die neueren Bisphosphonate Wirkung gezeigt.

 

Autor: BSMO Redaktion
Stand: 19-08-2008

Dies ist ein Service von Novartis Oncology
Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen
Wir haben einige interessante Links für Sie zusammengestellt, die weitere Informationen zum Thema Prostatakarzinom bieten.
mehr
Broschüren
Broschüren
Hier können Sie Informationen zum Thema Prostatakrebs und Knochenmetastasen bestellen.
mehr
Sie befinden sich hier: