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Knochenmetastasen – bewährte und neue Behandlungsansätze

18.10.2011

Bisphosphonate sind etablierte Substanzen, die zur Prävention von Skelettkomplikationen bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen mit Knochenmetastasen dienen. Der Einsatz neu entwickelter Substanzen kann Chancen bieten, birgt aber auch Risiken.

Knochenmetastasen – bewährte und neue BehandlungsansätzeBösartige Tumoren wie Prostatakrebs können in fortgeschrittenen Stadien Absiedlungen (Metastasen) im Knochenmark bilden. Neben Schmerzen, die die Patienten stark in ihrer Lebensqualität beeinträchtigen können, bergen Knochenmetastasen auch das Risiko von Skelettkomplikationen. Je nachdem, in welchen Knochen die Metastasen auftreten, können diese Komplikationen von Knochenbrüchen bis zur Schädigung von Nerven und Rückenmark reichen. Solche Komplikationen zu vermeiden und Schmerzen zu lindern, sind deshalb vorrangige Ziele bei der Behandlung von Patienten mit Knochenmetastasen.

 

Tumorzellen stören den Knochenstoffwechsel

Gesunder Knochen befindet sich im ständigen Umbau und kann sich so an unterschiedliche Belastungen anpassen. Den Umbau leisten knochenaufbauende Zellen (Osteoblasten) und knochenabbauende Zellen (Osteoklasten). Tumorzellen, die sich im Knochen ansiedeln, führen nicht direkt zur Zerstörung des Knochens. Sie können aber Botenstoffe (Zytokine) bilden, die die Aktivität der Osteoklasten und Osteoblasten beeinflussen. So kommt es entweder zu überschießendem Knochenaufbau (osteoblastische Knochenmetastasen) oder zu Knochenabbau (osteolytische Knochenmetastasen). Welche Art von Metastasen gebildet wird hängt im Wesentlichen von der Art des Tumors ab. In jedem Fall schwächen die Metastasen die stabile Knochenstruktur. Das Ziel der Behandlung bei Patienten mit Knochenmetastasen ist es, dies zu vermeiden.

Eine Behandlung, die in den gestörten Knochenstoffwechsel regulierend eingreift, bezeichnet man als antiresorptive Therapie. Seit mehr als 20 Jahren etablierte antiresorptive Substanzen sind die Bisphosphonate.

 

Bisphosphonate schützen den Knochen und verlängern die Überlebenszeit

Bisphosphonate sind seit vielen Jahren die gebräuchliche und bewährte Therapie bei Patienten mit Knochenmetastasen [1]. Sie wirken gezielt im Bereich der Metastase, indem sie sich an die Oberfläche des Knochens anlagern und von den knochenabbauenden Zellen „gefressen“ werden. Im Inneren der Knochenzellen blockieren sie dann bestimmte Stoffwechselvorgänge. Dadurch hemmen sie vor allem die Reifung und Funktion knochenabbauender Zellen (Osteoklasten). Aus diesem Grund werden die Bisphosphonate zumeist bei knochenabbauenden (osteolytischen) Metastasen eingesetzt. Ein Bisphosphonat der neuen Generation ist jedoch auch bei knochenbildenden (osteblastischen) Knochenmetastasen wirksam, wie sie beim Prostatakakrebs überwiegend entstehen.[4]

Durch ihren Einfluss auf die Aktivität der Knochenzellen reduzieren Bisphosphonate die Gefahr für Skelettkomplikationen. Sie können Schmerzen lindern und dadurch die Lebensqualität der Betroffenen steigern. Bisphosphonate können zusätzlich zum Knochenschutz die Überlebenszeit verlängern und werden in der Regel gut vertragen.[2] Durch die jahrzehntelange Erfahrung mit diesen Medikamenten haben den behandelnden Ärzte i. d. R. entsprechende Erfahrungen im Umgang mit den Substanzen und möglichen Nebenwirkungen.[3]

Quellen:
[1] Aapro M et al. Guidance on the use of bisphosphonates in solid tumours. Annals of Oncology (2007)
[2] ] Produktwebseite von Novartis Oncology (Sichtung: 08.10.2010), Pressemitteilung vom 07.10.2010 von Novartis Oncology
[3] P. Schmid: Bisphosphonate zur Behandlung tumorinduzierter Knochenveränderungen. Onkologe 2007;13:609–618
[4] http://www.knochenstark.de/de/home_1/page.html

Erstellt am: 24.08.2011
Autor: Michaela Spaeth-Dierl

Dies ist ein Service von Novartis Oncology
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