Eine spezielle Diät, mit der sich Prostatakrebs wirksam verhindern oder heilen lässt, gibt es nicht. Dennoch kann man sein Erkrankungsrisiko durchaus vermindern, wenn einige Tipps zu Ernährung und Lebensführung beachtet werden.
Wissenschaftler rätseln seit langem, ob es einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und Krebserkrankungen gibt. In groß angelegten Studien werden immer wieder Ernährungsgewohnheiten und Gesundheitszustand vieler Menschen untersucht. Die aktuelle Datenlage lässt eine eindeutige Aussage noch nicht zu. So zeigen die vorläufigen Ergebnisse der Europäischen Ernährungsstudie EPIC, dass man bei Prostatakrebs bislang noch kein bestimmtes Lebensmittel identifizieren konnte, das entweder eine eindeutig vorbeugende oder eine krebsfördernde Wirkung hat.
Experten gehen davon aus, dass bei der Entstehung von Prostatakrebs viele verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, darunter auch die Ernährung. Man geht davon aus, dass insbesondere einige Gemüse- und Obstsorten das Risiko für die Entstehung und Ausbreitung von Prostatakrebs vermindern können. Dazu gehören u.a.:
Das bedeutet jedoch nicht, dass Männer in Zukunft nur noch diese Gemüse- und Obstsorten zu sich nehmen sollten. Überhaupt raten Experten von einseitigen Radikaldiäten, die zu Mangelerscheinungen führen können, ab.
Mit einem vollwertigen Speiseplan, der mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag und wenig tierische Fette beinhaltet, befolgt man bereits eine wichtige Regel zur gesunden Ernährung und damit auch zur Vorbeugung von Krebserkrankungen. Nahrungsergänzungsmittel sind nicht nur überflüssig, sondern können mitunter eine gegenteilige Wirkung haben. Denn was in Obst oder Gemüse unbestritten die Gesundheit fördert, zeigt sich isoliert und zu Pillen gepresst meist enttäuschend wirkungslos. Ebenso ist unklar, ob die in der Werbung angepriesenen Antioxidantien in Tablettenform nicht sogar mehr schaden als nützen. Es gibt Theorien, nach denen die vermeintlich schädlichen ?freien Radikale? für die Selbstregulation des Körpers wichtig oder sogar an der Vernichtung kranker Zellen beteiligt sein könnten. Jeder Versuch, dieses Gleichgewicht zu beeinflussen, kann also auch negative Folgen haben.
Man(n) hat neben der Ernährung auch noch andere Möglichkeiten zur Senkung des Prostatakrebsrisikos. Dazu gehört die Vermeidung von Übergewicht und regelmäßige Bewegung. Darunter verstehen Experten, dass man mindestens dreimal pro Woche für eine halbe Stunde in leichtes Schwitzen kommt. Für sportliche Aktivität ließ sich in einigen Untersuchungen sogar ein gewisser Schutz speziell vor Prostatakrebs nachweisen. Der Verzicht aufs Rauchen und nur mäßiger Alkoholgenuss (Männer nicht mehr als zwei Gläser pro Tag) gehören ebenfalls zu einer Lebensführung, die das Risiko für Tumorerkrankungen reduziert.