Wir haben einige interessante Links für Sie zusammengestellt, die weitere Informationen zum Thema Prostatakarzinom bieten.
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Patienten mit Prostatakrebs haben die Möglichkeit, sich in so genannten Prostatazentren behandeln lassen. Hier arbeiten Experten verschiedener Fachrichtungen eng zusammen.
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes; in Deutschland werden derzeit fast 50.000 Fälle pro Jahr diagnostiziert. Seit 2004 hat es sich der Dachverband der Prostatazentren Deutschlands (DVPZ) zur Aufgabe gemacht, Behandlungszentren für Patienten mit Erkrankungen der Prostata zu etablieren, die eine Versorgung nach einheitlichen und geprüften Qualitätsstandards gewährleisten. [1, 4]
Grundsätzlich kann sich jede Klinik oder jeder Zusammenschluss von Ärzten Prostatazentrum nennen. Behandlungszentren, die bestimmte Voraussetzungen und Qualitätskriterien erfüllen, erhalten vom DVPZ das Prädikat „Zertifiziertes Prostatazentrum”. Seit 2006 bietet auch die deutsche Krebsgesellschaft (DKG) die Zertifizierung von Behandlungszentren an. Derzeit gibt es in Deutschland 63 zertifizierte Prostatazentren. [2, 3, 4, 5]
Die Zertifizierung von Prostatazentren soll eine hohe Behandlungsqualität gewährleisten. Die Diagnostik und Therapie unterliegt regelmäßigen Qualitätsprüfungen. [1]
Die Diagnose und Behandlung von Prostatakrebs erfordert spezialisiertes Fachwissen und Erfahrung der behandelnden Ärzte. Je nach Erkrankungsstadium und Allgemeinzustand des Patienten kann die die optimale Behandlung von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein.
Bei der Behandlung in einem Prostatazentrum profitiert der Patient z. B. von einem fachübergreifenden (interdisziplinären) Ärzteteam. Hierzu gehören neben Urologen und Chirurgen beispielsweise Radiodiagnostiker, die mit bildgebenden Verfahren die Erkrankung nachweisen können, Pathologen, die die Diagnose anhand der entnommenen Gewebeproben sichern können und Strahlentherapeuten. Unter einem Dach vereint, können die verschiedenen Spezialisten jederzeit in Austausch treten und gemeinsam mit dem Patienten eine optimale Therapiestrategie erarbeiten. Dies und die Dokumentation von Patientendaten, Behandlungsabläufen und Ergebnissen vermeiden z. B. unnötige Mehrfachuntersuchungen. [4]
Der Zugang zu einer psychologischen Betreuung, zu Sozialdienst und zu Selbsthilfegruppen gehört ebenfalls zu den Vorteilen, die die Behandlung in einem Prostatazentrum dem Patienten bietet. Auch erhalten Patienten die Möglichkeit an klinischen Studien teilzunehmen und so Zugang zu den Studienmedikamenten zu bekommen. [4]
Wo sich ein zertifiziertes Prostatazentrum in Ihrer Nähe befindet, können Sie im Internet auf folgenden Homepages abrufen:
Zudem können Sie sich bei der Suche an Ihren behandelnden Urologen wenden.